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Ausgabe Nr. 76 / 03-2017
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Editorial

Qualität ist das Kapital einer Nachrichtenagentur. Für die sda steht Qualität in erster Linie für Glaubwürdigkeit. Diese definiert sich wiederum über die Zuverlässigkeit, die Genauigkeit und die Quellentreue. Natürlich gehört auch die Geschwindigkeit zur unseren Qualitätskriterien, aber Tempo darf nicht über allem stehen. Gerade in einer Zeit, in der die Medien gegen den Vertrauensverlust kämpfen, ist es wichtig, sich immer wieder am Leistungsauftrag und am Agentur-Regelwerk zu orientieren. Die sda liefert Fakten und keine Fakes, wir berichten wertungsfrei, ausgewogen und fair. Damit ist sie eine wichtige Stütze der Schweizer Medien. Diese verlassen sich auf die sda, und das Vertrauen wollen wir täglich mit guten Diensten rechtfertigen. Und wir wollen auf neue Entwicklungen und Trends eingehen, neue Angebote entwickeln, aber nie unsere Grundsätze vergessen und unser Kapital verspielen.

Bernard Maissen, Chefredaktor

Bernard Maissen (sda); Winfried Kösters (sda); Federico Bragagnini (sda) Lucia Theiler (sda); Roman Eberle (sda Sport); David Bernold (sda Sport); Thomas Pentsy (AWP); Thomas Peterhans (sda awp multimedia); Beatrix Ta (news aktuell); Tonitto Cristina (KEYSTONE); Jann Jenatsch (KEYSTONE);
Koordination: Dania Ammann (sda); Francis Roelofsen (sda)

Bild: KEYSTONE_dpa/Monika Skolimowska
Das gute alte Handbuch des Agenciers als Mittel gegen «Fake News»

Der Begriff «Fake News» ist in diesen Tagen in aller Munde. Die Glaubwürdigkeit der Medien, so scheint es auf den ersten Blick, ist im freien Fall. Dieser Eindruck täuscht, zumindest für den Moment. Das Sorgenbarometer 2016 der Credit Suisse zeigt, dass 55 bis 60 Prozent der Bevölkerung der Meinung sind, dass die von Fernsehen, Radio und den Zeitungsverlagen veröffentlichten Informationen das Vertrauen der Nutzerinnen und Nutzer geniessen. Die Werte sind gar besser als im Vorjahr. In den USA hat die Glaubwürdigkeit in die Medien jedoch bereits massiv abgenommen. Sie sank laut einer Umfrage des Forschungsinstituts Gallup innert Jahresfrist von 40 auf noch 32 Prozent.

In der Schweiz hat sich das ökonomische Umfeld für die Medien in den letzten Jahren ebenfalls verschlechtert. Die Mittel, die für den Qualitätsjournalismus zur Verfügung stehen, sind massiv gesunken. Mittelfristig droht damit den hiesigen Medien das gleiche Schicksal wie in den USA, nämlich ein Vertrauensverlust und eine abnehmende Glaubwürdigkeit.

Aus Sicht des Journalismus heisst das, dass immer weniger Zeit zur Verfügung steht, um vertieft zu recherchieren und um Informationen auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. Das Risiko, Falschmeldungen oder Halbwahrheiten zu produzieren, nimmt damit tendenziell zu.

Goldene Regel
Parallel dazu steigt die Verantwortung der sda, die in der Nachrichtenverbreitung vielfach die erste Quelle der Information ist. Mehr…

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