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Ausgabe Nr. 41 / 06-2008
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Hart am Ball - rund um die Uhr
Der Schweizer Auftritt an der EURO 08 war nach acht Tagen beendet – die SDA hingegen blieb hart am Ball, bis zum Abpfiff des letzten Spiels. Drei Wochen lang, rund um die Uhr.

Als 1960 die erste Fussball-EM in Frankreich ausgetragen wurde, verzichtete die Schweiz auf eine Teilnahme: Dieser Anlass habe sowieso keine Zukunft. 48  Jahre später stieg das Fussballfieber von Bodensee bis Lac Leman in nie gekannte Dimensionen – die Schweiz lud zusammen mit Österreich zur EURO 2008, dem mittlerweile drittgrössten Sportevent der Welt. Alle Augen waren auf die beiden Gastgeberländer gerichtet – und damit auch auf ihre nationalen Nachrichtenagenturen SDA und APA.

Für beide Agenturen begann der Countdown am 12. Dezember 2002,als der Europäische Fussballverband (UEFA) den Ausrichter des Turniers bestimmte. Zunächst standen politische Debatten und die logistischen Vorbereitungen im Zentrum der Berichterstattung. Die „heisse Phase“ wurde am 2. Dezember 2007 mit der Gruppenauslosung eingeläutet.

Angesichts des grossen Medieninteresses lieferte die SDA bereits ab Dezember Hintergrund-Pakete mit allen möglichen Aspekten des Turniers. Nicht nur „klassische Themen“ wie Sicherheit und Verkehr fanden Eingang in den SDA-Dienst, sondern ebenso kulturelle und wirtschaftliche Aspekte und „soft news“ aller Art.

Für die Endrunde selber verstärkte die SDA-Redaktion in allen Sprachen ihre Dienststrukturen und berichtete rund um die Uhr live. Das erwies sich als gewaltige Herausforderung, denn „der Rest der Welt“ stand ja nicht still. Während Zehntausende Holländer auf dem Bundesplatz ihre Party feierten, hielten die Eidg. Räte ihre Sommersession ab – die SDA hat über beides ausführlich berichtet.

Bei der Berichterstattung aus allen EURO-Städten und den übrigen, ebenfalls fussballinfizierten Regionen konnte die SDA ihre starke regionale Verankerung ausspielen. Unsere Regionalredaktionen waren beim Fussballfest hautnah dabei. Stimmungsbilder aus den übrigen Landesteilen ergänzten die Berichterstattung. Die Zentrale in Bern koordinierte das Geschehen,lieferte Zusatzgeschichten und verfolgte mit Hilfe von APA die Ereignisse in Österreich.

Die SDA spielte aber auch ihre Unabhängigkeit aus. So fand der SDA-Hintergrund über zensurierte Fernseh-Bilder internationale Beachtung.

Die EURO 2008 ist Geschichte. Und die SDA zieht – ganz nüchtern, wie es sich für eine Agentur geziemt – eine Bilanz in Zahlen: In den drei Sprachdiensten wurden seit 2002 rund 4300 Meldungen zur Fussball-EM verbreitet. Allein im Juni 2008 lieferte die SDA über 1100#News, Reportagen und Hintergründe und ermöglichte den Kunden damit die publizistische Grundversorgung des Anlasses.

Christian Zingg, Ressortleiter Ausland
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