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| Editorial |
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Renaissance des Genossenschaftsgedankens
Während die SDA über die Wirtschaftskrise schreibt, kann sie selber das beste Ergebnis ihrer Geschichte vorweisen. Dies ist sehr erfreulich, doch so wie die Agentur den Aufschwung meist am Schluss spürt, wird sie auch von der Krise erst später getroffen. Die Probleme unserer Besitzer und Kunden werden sicher über kurz oder lang auch unsere Probleme werden. Wir glauben, für die neue Herausforderung gerüstet zu sein. Wir möchten diese Krise als Chance nutzen, um den Genossenschaftsgedanken der Agentur wieder zu beleben. Wir wollen unseren Kunden neue Angebote machen, die es ihnen erlauben, Dienstleistungen günstig einzukaufen, weil sie im genossenschaftlichen Sinn erstellt werden. Also neue Ideen gepaart mit dem ursprünglichen Geschäftsmodell – eine zukunftsträchtige Strategie.
Bernard Maissen, Chefredaktor
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Mitgearbeitet an dieser Ausgabe haben: Bernard
Maissen (SDA); Winfried Kösters (SDA); Hardy Jäggi (SDA); Sandra Binggeli (SDA); Werner Eisenring (Si); Andrea Menken (na); Tom Schreiber
(AWP); Fritz Reust (MINDS-CH) Jann Jenatsch (KEYSTONE) Koordination: Therese Hirsbrunner |
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| Bild: Lukas Lehmann |
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| Agenturmeldungen als Freiwild |
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Die Meinung, im Internet sei alles gratis und könne nach Belieben kopiert, runtergeladen und weiterverwendet werden, ist weit verbreitet. Nur, ist dem tatsächlich so?
In letzter Zeit machte insbesondere ein Fall aus Deutschland Schlagzeilen. Die WAZ (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) kündigte den Dienst der dpa und der WAZ-Chefredaktor gab in einer NDR-Sendung unumwunden zu, dass sie bei Internetrecherchen auch dpa-Meldungen "finden" und umschreiben. Zitat: "Und so, wie wir Informationen von "dpa" benutzen oder weiter daran arbeiten, so machen wir es aber auch mit anderen Informationsquellen, ohne für diese zu bezahlen."
Die WAZ ist leider kein Einzelfall. In der Schweiz gibt es auch Medien, die den SDA-Dienst gekündigt haben und sich nun im Internet und mittels RSS-Feeds SDA-Meldungen beschaffen.
Wenn sich Medien Agenturmeldungen im Internet beschaffen für die andere Medien bezahlen, dann ist das nicht nur unsolidarisch, sondern es handelt sich um unlauteren Wettbewerb. Denn die bezahlenden Medien müssen ihr Produkt teurer verkaufen und sind damit im Nachteil.
Greift die Gratis-Mentalität des Internet noch mehr um sich, wird es bald keine unabhängigen Nachrichtenagenturen mehr geben, die Informationen sammeln, verifizieren, gewichten, aufbereiten und weiterverteilen. Medien die den Agenturdienst kündigen und dennoch verwenden, verletzen in grober Art und Weise den genossenschaftlichen Gedanken, der einst zur Gründung der… |
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