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| Editorial |
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Jahreswende – Zeitenwende? Das Jahr 2009 geht zu Ende, 2010 steht vor der Tür. Wir blicken auf ein ereignisreiches Jahr zurück, in dem vieles, was unverrückbar schien, plötzlich verrückt und neu zurechtgerückt wurde. Nicht nur im Journalismus, aber auch dort. Stehen wir nicht nur vor einer Jahreswende, sondern mitten in einer Zeitenwende? Die SDA wird sich im nächsten Jahr wandeln, denn sie steht vor einer der grössten Herausforderungen ihrer Geschichte. Doch sie glaubt an ihre Zukunft, an die Zukunft der Branche und an die Zukunft von Qualität – unverrückbar, auch im neuen Jahr und in gewandelten Zeiten. Bernard Maissen, Chefredaktor |
Mitgearbeitet an dieser Ausgabe haben: Bernard
Maissen
(SDA); Marc-Henri Jobin (SDA); Hardy Jäggi (SDA); Christian Zingg
(SDA); Peter Lerch (Si); Andrea Menken (na); Jann Jenatsch (Keystone);
Peter Stopfer (AWP); Fritz Reust (MINDS-CH) Koordination: Therese Hirsbrunner |
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| Bild: Keystone/Gaetan Bally |
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| SDA 2011 - Die New(s) Agency |
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Nachrichtenagenturen sind Spätzykliker. Sie profitieren später vom Aufschwung und auch Krisen treffen sie später. Die Aussichten der SDA für die nächsten Jahre machen dies wieder einmal deutlich. Während viele Medien bereits Ende letzten Jahres und erst recht 2009 mit grossen Ertragseinbrüchen konfrontiert waren, erreicht diese Krise die SDA in voller Härte erst 2010. Allerdings dieses Mal in einem nie gekannten Ausmass. Kommt hinzu, dass die Agentur nie in vollem Ausmass vom Aufschwung profitieren konnte. Zwar halfen die Gratiszeitungen den allgemeinen Auflagenrückgang der abonnierten Presse zu kompensieren, doch der Ausstieg von Regionalzeitungen und die Teuerung musste die Agentur allein kompensieren. Diese Herausforderung hat die SDA stets gemeistert, ohne an den Grundfesten zu rütteln. Gesteigerte Produktivität, noch schlankere Strukturen und eine aktive Abrundung der Gruppe sorgten für gute Ergebnisse.
Strukturelle Krise bringt Strukturanpassung Die strukturelle Krise der Medien machte nun aber eine Strukturanpassung bei der SDA notwendig. Strukturanpassungen bei einer Nachrichtenagentur bedeuten immer Veränderungen in der Redaktion. Die SDA will an ihren Stärken festhalten. Die Mehrsprachigkeit, die regionale Verankerung und der 24-Stunden-Dienst werden deshalb nicht im Grundsatz in Frage gestellt, sondern nur in ihrer jeweiligen Ausgestaltung. Das Netz der Regionalredaktionen wird etwas… |
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