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| SDA denkt ans Nützliche und an «Jeder für alle» |
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Früher oder später steht jedes Unternehmen vor diesem Problem: Wohin mit völlig einwandfreien Computern, die einfach die neuesten Applikationen nicht mehr unterstützen? Die SDA fand sich im vergangenen Sommer einmal mehr in dieser Situation. Mit der bei der Anschaffung bezahlten «vorgezogenen Entsorgungsgebühr» wäre die Sache eigentlich einfach: Weg damit in den Elektroschrott. Diese einfache Lösung war in unseren Augen aber unbefriedigend.
Denken auch wir nützlich und ökologisch, entschieden wir. Das ist leicht und auch politisch korrekt. Allerdings folgte dann schnell die Ernüchterung. Hierzulande kommt es keinem Unternehmen und kaum einem Privaten mehr in den Sinn, sich mit einer Flotte von Occasions-Computern auszustatten – sogar wenn diese funktionieren, neu formatiert und erst noch gratis sind.
Nach mehreren erfolglosen Versuchen fiel uns die Lösung ein wenig aus Zufall über das Ohr geradezu in den Schoss. Im ersten Programm des Westschweizer Radios «la Première» nämlich moderiert der in der Romandie wohlbekannte Jean-Marc Richard jeden Tag gegen Mittag die Sendung «Chacun pour tous» («Jeder für alle») zur Unterstützung sozialer oder humanitärer Projekte.
Und plötzlich war alles ganz einfach. Einige Mails und Telefongespräche später waren die 30 Computer samt Flachbildschirmen und zwei Druckern, die früher in der SDA-Zentrale in Bern Dienst taten, auf dem Weg in die demokratische Republik Kongo. Die Vereinigung Kwilu Matafioti übernahm und verschiffte sie in das zentralafrikanische Land. Die Sendung «Chacun pour tous» hatte uns mit der Organisation in Kontakt gebracht.
Kwilu unterstützt seit 1998 Studierende, Spitäler und Landwirte in dem Land bei ihren Aktivitäten. Die ausgedienten SDA-Computer dienen nun zum einen den Studierenden der katholischen Universität Kinshasa und zum anderen den Schülerinnen und Schülern von Mittelschulen und Missionen in der Region Bandundu.
Kurz und gut: Eine gute Aktion, rund ausgeführt. Dank dem guten Willen aller Beteiligten.
Marc-Henri Jobin, Leiter Logistik |
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