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Ausgabe Nr. 51 / 12-2010
Der sportlichen Fairness verpflichtet
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Kunstturnerin Ariella Kaeslin
 
Skispringer Simon Ammann
Das Kompetenzzentrum Si
Simon Ammann und Ariella Kaeslin durften unlängst als Schweizer Sportler des Jahres 2010 in die Kameras strahlen. Bis der filigrane Skispringer und die graziöse Kunstturnerin an der Fernsehgala «Credit Suisse Sports Awards» ihre Preise entgegennehmen konnten, hatte sich ein langes Nominations- und Wahlprozedere abgewickelt. Ein Prozedere, in dem die Sportinformation Si eine zentrale Rolle spielt.

Olympiasiege, Olympiamedaillen, WM- und EM-Titel, Grand-Slam-Siege, Weltcup-Gesamtsiege wer es in den alljährlichen Schweizer Sportlerwahlen in die engste Auswahl bringen will, muss in der Regel Ausserordentliches leisten. Aber nicht nur die Träger klingender Namen wie Roger Federer, Fabian Cancellara, Didier Cuche oder Simone Niggli sollen die Chance bekommen, gewählt oder zumindest nominiert zu werden. Wer stellt die Listen der Kandidatinnen und Kandidaten zusammen? Wer beurteilt die Leistungen? Wer schaut dafür, dass alle guten Athletinnen und Athleten auch jene aus kleineren, nichtolympischen Sportarten berücksichtigt werden?

Bis Mitte der neunziger Jahre führte der Verband Schweizer Sportjournalisten VSSJ (heute sportpress.ch) die Sportlerwahlen in Eigenregie und weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit durch. Seit die Credit Suisse den Lead der Wahlen übernommen und zusammen mit dem Schweizer Fernsehen daraus eine (mittlerweile traditionelle) TV-Livesendung zur Prime Time gemacht hat, sind die Ansprüche gestiegen. Seither ist auch die Sportinformation in einer wichtigen Position involviert.

Die Sportinformation Si berichtet für ihre Kunden jahraus, jahrein mit Text und Resultaten von sämtlichen Sportereignissen von nationaler und internationaler Bedeutung. Es kommen auch Sportarten zum Zug, die nicht im Rampenlicht stehen. Sämtliche Titelkämpfe (WM, EM, Schweizer Meisterschaften) werden in einer Datenbank erfasst, ebenso Olympische Spiele, Weltcup- und Europacup-Wettkämpfe.

Ein Wahljahr der Credit Suisse Sports Awards dauert vom 1. November bis zum 31. Oktober. Jeweils Ende Oktober erstellt die Sportinformation eine vollständige Übersicht über die Schweizer Medaillengewinner an Titelkämpfen, Weltcupsieger, Sieger von bedeutenden Turnieren usw. Auf der sehr umfangreichen Liste stehen beispielsweise auch das «Team Schweiz» der Vorderladerschützen mit dem dritten WM-Rang, die Minigolf-Europameisterin und der WM-Zweite im Fallschirm-Zielspringen. Heuer umfasste die Liste 37 Sportlerinnen, 50 Sportler und 44 Teams.

Das Papier bildet die einzige, aber verlässliche Grundlage für das Meeting der Sports-Awards-Jury von Ende Oktober. Die Jury setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern der Credit Suisse, des Fernsehens, des Dachverbandes Swiss Olympic, von sportpress.ch und der Sportinformation. Diese wägen die Leistungen der Athletinnen und Athleten gegeneinander ab und schälen schliesslich die definitiven Nominationen heraus. Berücksichtigt werden je 15 Sportlerinnen, Sportler und Teams.

Die 15er-Listen werden hernach an die Sportredaktionen, die Sektionen von sportpress.ch und mehr als 300 Spitzensportlerinnen und Spitzensportler von Swiss Olympic verschickt. Diese haben zwei Wochen Zeit, um ihre Wahl(en) zu treffen. Dem TV-Publikum präsentieren sich schliesslich je zehn Sportlerinnen und Sportler sowie drei Teams. Während des ganzen Prozederes erkundigen sich zahlreiche Sportler und Verbände, warum sie selber respektive ihre Athleten nicht nominiert worden seien. Für all diese Nachfragen haben die Wahlveranstalter Antworten parat – dank der minutiösen Vorarbeit des Kompetenzzentrums Sportinformation.

Peter Lerch, Chefredaktor Sportinformation Si
 
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