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Ausgabe Nr. 55 / 12-2011
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Das Olympia-Stadion während des «World Press Briefing» (WPB)

Tower Bridge mit der Olympia-Flagge und der Flagge von Grossbritannien
Olympische Spiele – ein Höhepunkt auch für die Si

Sportliche Grossereignisse werfen ihre Schatten voraus. Dies gilt auch für die Olympischen Sommerspiele in London (27. Juli bis 12. August 2012). Die Sportinformation Si AG ist mit ihren Vorbereitungen schon weit fortgeschritten.

Zusammen mit der Fussball-Weltmeisterschaft sind Olympische Sommerspiele das wichtigste Ereignis in der Sportwelt. Innert knapp zweieinhalb Wochen werden in London 302 Medaillensätze in 26 Sportarten vergeben, und neben fast 15'000 Vertretern von TV und Radio werden auch 5800 Printjournalisten und Fotografen dafür sorgen, dass Erfolge, Enttäuschungen und Emotionen in der ganzen Welt ankommen.

Vom 24. bis 27. Oktober versammelten sich Mitglieder der wichtigsten Medien sowie viele Presseverantwortliche der Nationalen Olympischen Komitees in London, um während des World Press Briefing (WPB) logistische Fragen zu erläutern. Nach der Begrüssung durch den Präsidenten des Organisationskomitees (LOCOG), den ehemaligen Leichtathletik-Olympiasieger Lord Sebastian Coe, wartete ein dicht gedrängtes Programm auf uns, das nebst Theorieblöcken auch Visiten der Wettkampfstätten sowie Einzelgespräche mit den LOCOG-Verantwortlichen beinhaltete.

Während die meisten Sportler noch um ihr Ticket bangen müssen, haben wir bereits unmittelbar nach dem Klären vieler offener Fragen am WPB «Nägel mit Köpfen» gemacht. Es ist jetzt intern klar, welche Si-Leute nach London reisen werden, und mittlerweile haben wir vom LOCOG auch die Hotelbestätigungen erhalten, die Flüge gebucht und die Bestellungen für unser kleines Büro im Main Press Center sowie im Bereich Mobiltelefonie und Internet deponiert.

Geduld als oberstes Gebot

Zwei Punkte werden in London zur grossen Herausforderung. In erster Linie der Verkehr, weil viele Strassen in der schon normalerweise chronisch verstopften englischen Hauptstadt enorm eng sind. Die «Olympic Lanes», welche Mitgliedern der olympischen Familie prioritäre Durchfahrt gewähren, können so nicht konsequent umgesetzt werden. Zweites Fragezeichen ist die Sicherheit. London, der gigantische Schmelztiegel der Nationen, ist ohnehin immer ein Ziel für potenzielle Attentäter, und im Gegensatz zu Winterspielen, die auf mehreren Kontinenten praktisch unbeachtet vorbeigehen, wären bei einem Angriff auf London weltweite Schlagzeilen auf der Frontseite garantiert. Totale Sicherheit, dessen sind sich alle bewusst, gibt es nicht, die notwendigen zahlreichen Sicherheitskontrollen erfordern aber von allen Beteiligten viel Geduld.

Wie alle hoffen auch die Vertreter der Sportinformation, nur von sportlichen Topleistungen berichten zu dürfen. Die Si stellt mit 15 Akkreditierungen (inklusive 2 Kollegen der Si Genf und 2 Technikern) die zahlenmässig mit Abstand stärkste Schweizer Delegation. Von Roger Federer über Turnaufsteigerin Giulia Steingruber und Langstreckenschwimmerin Swann Oberson bis hin zu den U21-Fussballern: Wo immer Schweizer Athleten im Einsatz für sich selber und die Schweiz stehen, werden sie von einem Spezialisten der Si beobachtet. Optimal abgesichert werden diese zudem von den übrigen Si-Mitgliedern auf der Heimredaktion. Dieser «Rundum-Service» ist für andere Zeitungen, die oft nur über wenige Vertreter vor Ort verfügen, von unschätzbarer Bedeutung.

Marco Keller, sda Sportinformation


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Olympia-Logo London 2012