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Ausgabe Nr. 61 / 06-2013
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KEYSTONE

Bundespräsident Hans-Peter Tschudi (SP) auf einem Bundesrats-Reisli am 8. Juli 1970, auf dem Kronberg oberhalb Gonten, beim Überwinden eines Hindernisses, das seine Kollegen Ernst Brugger, Nello Celio, Bundeskanzler Huber und Pierre Graber, von links nach rechts, seitlich umgehen
60 Jahre KEYSTONE – Bilder sichtbar machen

Im Jahr 1953 – als die analoge Übermittlung einer Fotografie fast zehn Minuten dauerte – ist Keystone Press AG als Schweizer Ableger der internationalen Pressebildagentur gleichen Namens gegründet worden. Während die Reihen der restlichen Ableger nahezu geschlossen das Zeitliche gesegnet haben oder in Archivsammlungen verschwunden sind, bahnt sich KEYSTONE ihren Weg durch eine sich stetig wandelnde Welt der Bilder. Ein Rückblick auf die bewegte Geschichte der grossen Schweizer Bildagentur.

Woher kam der Bedarf nach Pressebildern?

Der wirtschaftliche Aufschwung der 50er Jahre und der damit verbundene erhöhte Informations- bzw. Medienbedarf der Bevölkerung ebneten den Weg für einen Bildermarkt in der Schweiz. In dieser Zeit ist die Keystone Press AG gegründet worden. Bereits damals wurde ein Netzwerk an Fotografen in der Schweiz und Partneragenturen im Ausland geknüpft, um sowohl Schweizer Themen als auch internationale Ereignisse abdecken zu können.

Lag der Fokus bis in die 50er Jahre vor allem auf der Reportage-Fotografie, mussten Bilder mit dem Aufkommen des Fernsehens in den 60er Jahren Ereignisse schneller und knapper abdecken. Das eigentliche Pressebild entstand.

In den Anfängen der KEYSTONE wurden die Bilder den Kunden noch persönlich vorbeigebracht, später wurden sie per Kurier geliefert oder per Post verschickt. Auch konnten die Fotografien bereits elektronisch übermittelt werden, jedoch sehr langsam und reduziert an der Zahl.

Digitalisierung gestaltete die Agenturarbeit neu

Die Digitalisierung in den 90er Jahren stellte die Medienlandschaft und mit ihr auch KEYSTONE vor grosse Herausforderungen. Die schnelle Datenübermittlung löste eine regelrechte Bilderflut aus. Die Bildredaktoren mussten lernen, mit der enormen Bildermasse, der wachsenden medialen Vernetzung und der damit verbundenen Hektik umzugehen.

Als Konsequenz des Bildüberschusses neigte sich die Tendenz wieder hin zu qualitativem Bildmaterial, zu Bildern, die aus der Masse herausragen. KEYSTONE hat es sich zur Aufgabe gemacht, eben diese Bilder sichtbar zu machen.

Bis heute ist die Schweizer Sicht der Bildagentur geblieben, 20 festangestellte Fotografen sorgen dafür. Das Netz an internationalen Partnern wurde ausgeweitet, so auch das visuelle Angebot; neben Newsbildern, Stock- und Themenbildern, Reportagen und historischen Bildern vertreibt KEYSTONE auch Grafiken und Videos. Damit ist KEYSTONE ein bedeutender Teil des visuellen Gedächtnisses der Schweiz.

Seit 60 Jahren steht KEYSTONE für die fokussierte Bildauswahl, qualitative Konstanz und professionelle Dienstleistung – und wird dies noch mindestens 60 weitere Jahre tun.

Christina Tonitto, Keystone