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Ausgabe Nr. 66 / 09-2014
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Sportinformation Si

König Fussball erhält Unterstützung von der Schweizer Fangemeinde.
König Fussball immer mächtiger

Kein anderer Sport vermag die Fans rund um den Erdball dermassen in seinen Bann zu ziehen wie der Fussball. Dessen Dominanz innerhalb der Sportwelt wird laufend grösser, was sich auch in der Berichterstattung der Sportinformation niederschlägt.

Als nationale Sportnachrichten-Agentur berücksichtigt die Si sämtliche Sportarten, die dem Dachverband Swiss Olympic angeschlossen sind, in ihrer Basisdienst-Berichterstattung regelmässig in Text- und/oder Resultat-Form. Das öffentliche Interesse beschränkt sich jedoch mehr und mehr auf ein paar wenige Hauptsportarten, während es sogenannten Randsportarten zunehmend schwerer fällt, in den medialen Fokus zu geraten.

Auch bei der Si nimmt Fussball eine herausragende Stellung ein. 2013, in einem Jahr ohne WM oder EM, betrug der Anteil der Fussball-Meldungen im deutschsprachigen Si-Basisdienst 27 Prozent, im französischsprachigen fast 30 Prozent. Noch grösser ist der Anteil der Fussball-Meldungen im Online-Dienst, in welchem kaum über Randsportarten berichtet wird.

König Fussball hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht damit zufriedengegeben, seine dominante Stellung innerhalb des Sports zu bewahren, sondern wurde immer mächtiger. Die Champions League, das Premium-Produkt des europäischen Fussballverbandes UEFA, füllt längst mehrere Sportseiten in den für die Topklubs wichtigen Märkten in Asien. Gleichermassen verhält es sich mit den wichtigsten nationalen Ligen Europas.

Während Auslosungen betreffend die Endrunden-Turniere in anderen Sportarten mehrheitlich abseits der medialen Live-Berichterstattung durchgeführt werden, stossen im Fussball bereits Auslosungen auf Qualifikationsstufe auf reges Interesse – entsprechend werden sie für die TV-Stationen aus aller Welt aufbereitet. Der Fussball ist mittlerweile so mächtig, dass er es sich gar leisten kann, die Gruppenauslosung für die EM-Qualifikation 2016 am letzten Tag der Olympischen Winterspiele in Sotschi durchzuführen, ohne dabei temporär an Beachtung zu verlieren.

Mit der neuen Zentralvermarktung dieser Qualifikationsphase hat die UEFA die Partien fast auf die ganze Woche verteilt und dergestalt die Medienpräsenz des Fussballs nochmals erweitert. Eine Runde wird nun an drei statt an einem Tag ausgetragen, sodass König Fussball zuletzt schweizweit selbst an einem Montagabend regierte. Das Schweizer Startspiel gegen England im Rahmen der «European Qualifiers», wie die EM-Qualifikation neudeutsch seit der UEFA-Reform auch genannt wird, machte dies möglich und sorgte dafür, dass der Personalbedarf der Si am früher ruhigsten Sportabend der Woche viermal grösser war als bislang üblich.

Roman Eberle, Sportinformation Zürich