Die Quellen von Lake Louise
Lake Louise. Mitten in der kanadischen Wildnis gelegen. Zwischen Calgary und Jasper. Im Banff-Nationalpark. Wo sich Bären und Pumas in einer Wintermärchen-Landschaft «Gute Nacht» sagen. Und wo die Temperaturen ohne weiteres bis auf minus 35 Grad Celsius sinken können. In dieser Abgeschiedenheit tragen die besten Skifahrer und Skifahrerinnen zu Beginn jeder Weltcup-Saison innerhalb von zwei Wochen Speed-Rennen aus.
Für Ski-Journalisten ist Lake Louise das Eldorado. Aus verschiedenen Gründen. Ein gewichtiger Vorteil ist, dass der gesamte Tross zu Spezial-Konditionen im feudalen Hotel Fairmont Chateau untergebracht ist. An keinem anderen Ort ist man den Athleten, Trainern und FIS-Funktionären so nahe wie hier. Die Atmosphäre ist familiär. Die Interviews fliegen einem nur so zu. Als Rookie hat man die Chance, die losen Bekanntschaften in der Szene zu vertiefen. Ein spontanes Gespräch mit Beat Feuz hier, eine kurzfristig anberaumte «Tea Time» mit Anna Fenninger da.
Die Sportler geben sich in diesem Umfeld, in dem es an Ablenkungs-Möglichkeiten mangelt, relaxt. Vor allem die Männer. Relativ entspannt ist die Stimmung auch an der Rennstrecke. Denn die Wettkämpfe finden praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die meisten Besucher des «Lake Louise Ski Resort» strömen nicht wegen der Rennen auf die Pisten, sondern weil sie selber dem Wintersport frönen. Jene Zaungäste, die sich für den Weltcup interessieren, sind rasch gezählt. Ski-Stars wie Jansrud, Vonn oder Maze können sich frei bewegen. Erkannt werden sie kaum. Da kein Rummel herrscht wie in Kitzbühel, haben die Cracks mehr Zeit und Nerven für die Medien-Arbeit. Die Notizbücher füllen sich im Nu. Stoff für den PREMIUM-Dienst ist genug vorhanden. Und wenn Radio L nach den Frauen-Rennen O-Töne von Tina Weirather möchte, kann dieser Extra-Wunsch unkompliziert erfüllt werden - trotz dem Druck, der durch die Zeitverschiebung herrscht.
Bei all dieser Arbeit geniesst man ein gewisses Mass an Exklusivität. Die Journalisten-Zunft ist bei den Events in der Provinz Alberta spärlich vertreten. Höchstens Österreich, die Ski-Nation Nummer 1, ist mit ein bisschen mehr Man-Power anwesend. Zu den ausländischen Reportern findet man den Draht schnell. Man tut sich zusammen. Die «Kronen Zeitung», Radio «Ö3», das slowenische Fernsehen und die «Si» tauschten sich regelmässig beim Abendessen aus. Die nationale «Konkurrenz» ist bescheiden. Lake Louise wurde heuer aus der Schweiz ansonsten nur noch von den SRF-Kommentatoren und vom «Blick» besucht. Da der «Blick»-Experte mit den Männern nach Beaver Creek, Colorado, weiterzog, hielt die «Si» für unser Land in der «Mixed Zone» die Stellung, als Lara Gut zum Sieg im Super-G raste. Fazit: In Lake Louise sprudeln Informations-Quellen, an denen man sich als Schreiberling den ganzen Winter laben kann.
Marco Ackermann, Sportinformation
Lake Louise. Mitten in der kanadischen Wildnis gelegen. Zwischen Calgary und Jasper. Im Banff-Nationalpark. Wo sich Bären und Pumas in einer Wintermärchen-Landschaft «Gute Nacht» sagen. Und wo die Temperaturen ohne weiteres bis auf minus 35 Grad Celsius sinken können. In dieser Abgeschiedenheit tragen die besten Skifahrer und Skifahrerinnen zu Beginn jeder Weltcup-Saison innerhalb von zwei Wochen Speed-Rennen aus.
Für Ski-Journalisten ist Lake Louise das Eldorado. Aus verschiedenen Gründen. Ein gewichtiger Vorteil ist, dass der gesamte Tross zu Spezial-Konditionen im feudalen Hotel Fairmont Chateau untergebracht ist. An keinem anderen Ort ist man den Athleten, Trainern und FIS-Funktionären so nahe wie hier. Die Atmosphäre ist familiär. Die Interviews fliegen einem nur so zu. Als Rookie hat man die Chance, die losen Bekanntschaften in der Szene zu vertiefen. Ein spontanes Gespräch mit Beat Feuz hier, eine kurzfristig anberaumte «Tea Time» mit Anna Fenninger da.
Die Sportler geben sich in diesem Umfeld, in dem es an Ablenkungs-Möglichkeiten mangelt, relaxt. Vor allem die Männer. Relativ entspannt ist die Stimmung auch an der Rennstrecke. Denn die Wettkämpfe finden praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die meisten Besucher des «Lake Louise Ski Resort» strömen nicht wegen der Rennen auf die Pisten, sondern weil sie selber dem Wintersport frönen. Jene Zaungäste, die sich für den Weltcup interessieren, sind rasch gezählt. Ski-Stars wie Jansrud, Vonn oder Maze können sich frei bewegen. Erkannt werden sie kaum. Da kein Rummel herrscht wie in Kitzbühel, haben die Cracks mehr Zeit und Nerven für die Medien-Arbeit. Die Notizbücher füllen sich im Nu. Stoff für den PREMIUM-Dienst ist genug vorhanden. Und wenn Radio L nach den Frauen-Rennen O-Töne von Tina Weirather möchte, kann dieser Extra-Wunsch unkompliziert erfüllt werden - trotz dem Druck, der durch die Zeitverschiebung herrscht.
Bei all dieser Arbeit geniesst man ein gewisses Mass an Exklusivität. Die Journalisten-Zunft ist bei den Events in der Provinz Alberta spärlich vertreten. Höchstens Österreich, die Ski-Nation Nummer 1, ist mit ein bisschen mehr Man-Power anwesend. Zu den ausländischen Reportern findet man den Draht schnell. Man tut sich zusammen. Die «Kronen Zeitung», Radio «Ö3», das slowenische Fernsehen und die «Si» tauschten sich regelmässig beim Abendessen aus. Die nationale «Konkurrenz» ist bescheiden. Lake Louise wurde heuer aus der Schweiz ansonsten nur noch von den SRF-Kommentatoren und vom «Blick» besucht. Da der «Blick»-Experte mit den Männern nach Beaver Creek, Colorado, weiterzog, hielt die «Si» für unser Land in der «Mixed Zone» die Stellung, als Lara Gut zum Sieg im Super-G raste. Fazit: In Lake Louise sprudeln Informations-Quellen, an denen man sich als Schreiberling den ganzen Winter laben kann.
Marco Ackermann, Sportinformation


