Die Integration der Sportinformation unter das Dach des Mutterhauses Schweizerische Depeschenagentur sda nimmt ihren geplanten Lauf. Bis zum offiziellen Übergang am 1. Januar 2016 dauert es noch knapp ein halbes Jahr. Viele Vorbereitungen sind bereits abgeschlossen.
Ein wichtiger Schritt konnte Ende Mai/Anfang Juni vollzogen werden. An vier Tagen wurden mit den Mitarbeitenden der Sportinformation in Genf und Zürich individuelle Personalgespräche geführt. Ziel dieser Gespräche war es, den Si-Mitarbeitenden die jeweiligen persönlichen Konsequenzen betreffend Vertrag und Personalvorsorge, die mit der Integration in die sda einhergehen, detailliert aufzuzeigen. Die Tatsache, dass bei der Überarbeitung des Mitarbeiter-Reglements (R5) dem Grundsatz gefolgt wurde, wonach aus beiden letztlich ziemlich ähnlichen Redaktions-«Welten» das jeweils Beste per 1. Januar 2016 übernommen werden soll, stiess selbstredend auf ein positives Echo.
Die neue Organisationsstruktur der künftigen Sportredaktion orientiert sich an jener der sda und wurde den Si-Mitarbeitenden in Genf und Zürich ebenfalls mündlich vorgestellt. Die letzten Weichen wurden auch bezüglich Branding und Dienstbezeichnungen im Bereich Sport gestellt.
Wie im Mutterhaus mit dem Projekt «sda-future» wurden im Mai in der künftigen sda-Sportredaktion in Zürich redaktionelle Dienstanpassungen wirksam. Die Dienststruktur wurde aufgrund des Wegfalls der Dienste Sport164-SMS und «live & kompakt» (Kurznachrichten-Ticker) sowie eines notwendig gewordenen Stellenabbaus gestrafft und angepasst. Dem Online-Dienst wird nun in quantitativer und qualitativer Hinsicht noch mehr Gewicht gegeben.
Bis Ende Jahr geht es betreffend die Integration darum, die künftige Zusammenarbeit der Sportredaktion mit den anderen Ressorts der sda auf organisatorischer Ebene zu implementieren. Wir sind uns jedoch bewusst, dass das Zusammenspiel nicht mittels Knopfdruck am 1. Januar perfekt umgesetzt werden kann. Es bedarf einer Eingewöhnungsphase, die Strukturen müssen wachsen. Nicht zuletzt der «Fall FIFA» hat jedoch gezeigt, wie wichtig und hilfreich es sein kann, die mit der Integration entstehenden redaktionellen Synergien (im Sinne der Kunden) optimal zu nutzen.
Dass heuer trotz der Frauen-Fussball-WM in Kanada und den erstmalig stattfindenden Europa-Spielen in Baku ein verhältnismässig ruhiger Sportsommer ansteht, kommt der weiteren schrittweisen Vorbereitung der Si-Integration in die sda freilich zupass.
Roman Eberle, Sportinformation Zürich


