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Ausgabe Nr. 71 / 12-2015
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sda Nachrichten

Der neuformierte Bundesrat wird von der Vereinigten Bundesversammlung vereidigt, von links, Doris Leuthard, Ueli Maurer, Didier Burkhalter, Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga, Johann Schneider-Ammann, Alain Berset, Guy Parmelin und der neugewählte Bundeskanzler Walter Thurnherr, nach den Bundesratswahlen am Mittwoch, 9. Dezember 2015, in Bern.

SVP-Parteipräsident Toni Brunner, SG, Mitte, spricht mit Medienleuten im Vorzimmer des Nationalrats im Bundeshaus, am Tag der eidgenössischen Wahlen, am Sonntag, 18. Oktober 2015 in Bern.
Pflicht, Kür und Sidelines in der Wahlberichterstattung

Mit der Wahl des Waadtländer Weinbauern Guy Parmelin zum neuen Bundesrat hat das Wahljahr 2015 am 9. Dezember seinen Abschluss gefunden. Gewiss, die Schweiz hat schon spannungsreichere Wahlkampfjahre erlebt – und überraschendere Wendungen in den Bundesratswahlen. Gleichwohl hat das Jahr die Medien auf Trab gehalten. Klarer Höhepunkt – journalistisch wie auch organisatorisch – war für die sda der Wahltag am 18. Oktober.

Die Zentralredaktion in Bern, sämtliche Regionalbüros vom Boden- bis zum Genfersee sowie die Nachtredaktion in Sydney schrieben am Sonntag über 250 Meldungen. Am Montag waren es knapp 80. Dabei setzte die sda auf mehr und frühere Trendmeldungen als in anderen Jahren. So verfolgten die zuständigen Regionalredaktionen die Ergebnisse von Prominenten wie dem Diplomaten Tim Guldimann und «Weltwoche»-Chefredaktor Roger Köppel ebenso eng wie die Abwahl von SP-Fraktionspräsident Andy Tschümperlin und SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli.

Freilich lieferte die Agentur ihre bewährten Klassiker: Resultate, Reaktionen, Analysen, Tabellen und exklusive Statistiken zum neu zusammengesetzten Parlament aus der hauseigenen Datenbank.

Eine Bewährungsprobe waren die Wahlen für die Redaktion insofern, als sie seit Mai 2015 integriert produziert – für Basis- und Onlinedienst gleichzeitig. Auch diese Aufgabe hat sie problemlos gemeistert.

Schnell, umfassend, präzis
Neben der Pflicht setzte die Agentur stark auf die Kür: Eigenrecherchen zum Einfluss der neuen Zusammensetzung des Parlaments auf wichtige Dossiers, zur Erfolgsstrategie der SVP und zum Dilemma der Mitte, zu finanzieller Unterstützung für Abgewählte sowie zu prominenten Nichtgewählten. Zusätzlich lieferten wir erläuternde Korrespondentenberichten aus Basel, Bern, Chur und der Romandie. Welche Autorinnen und Autoren hinter diesen Texten stehen, ist von aussen oft gar nicht erkennbar – als Quelle steht am Ende das Kürzel «sda». Wie die Reaktionen von Kundenredaktionen zeigen, wurden die Geschichten äusserst geschätzt.

Apropos Kunden: Die befragten Print-, Online- und Radio-Abonnenten zeigten sich in Feedbacks rundum zufrieden mit dem Angebot am Wahlsonntag und den folgenden Tagen. Die sda-Berichterstattung war schnell, umfassend, und die Texte aus den Kantonen bestachen durch profunde Kenntnisse der Region. Die Agentur arbeitete korrekt und verlässlich: Es gab kaum Berichtigungen. Und last but not least schätzten die sda-Kunden, dass die Redaktion neben dem Grundangebot auch die Sidelines auf dem Radar hatte.

«Kä Luscht» – was Bundesrat Ueli Maurer am Tag der Bundesratswahlen einem SRF-Journalisten ins Mikrophon sagte, trifft auf die sda-Redaktion nicht zu. Sie wird die Arbeit des neuen Parlaments eng begleiten – bevor es sich 2019 der Wiederwahl stellt.

Nicole Meier, Leiterin Inlandredaktion sda