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Ausgabe Nr. 71 / 12-2015
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sda Nachrichten

Monika Freund, neue Leiterin der sda-Regionalredaktion in Zürich.
«Ich mag das hohe Arbeitstempo»

Monika Freund übernimmt auf Anfang 2016 die Leitung der sda-Regionalredaktion in Zürich. Die 38-Jährige arbeitet seit sieben Jahren für das Büro in der grössten Stadt der Schweiz. Zuvor hatte sie bei «.ch» Führungserfahrung gesammelt und unter anderem beim Winterthurer «Landboten» gearbeitet. Freund hat die Ringier-Journalistenschule absolviert.

Weshalb sind Sie Journalistin geworden?
Monika Freund: Schreiben lernte ich in der Werbung, als Texterin. Allerdings passte es mir schon nach wenigen Jahren nicht mehr, für Produkte zu werben, hinter denen ich nicht stehen konnte. Im Journalismus kann ich mich an Fakten halten, schreibe über Relevantes und bin nahe dran an aktuellen Themen. Meine Jahre in der Werbung helfen mir heute aber immer wieder. Die Trennung von journalistischem Inhalt und Werbung ist mir sehr wichtig. Gleichzeitig weiss ich, wie wichtig Werbung für den Journalismus ist. Schliesslich werden damit zu einem bedeutenden Teil unsere Löhne bezahlt - etwas, was viele Journalisten nicht gerne hören.

Weshalb Agentur – nach der Ringier-Journalistenschule und Pendler- und Regionalblättern?
In den Praktika während der Journalistenschule und auch danach, als ich bei verschiedenen Blättern angestellt war, wurde mir klar, wie wichtig die Agentur für das Funktionieren jedes Medienbetriebs in der Schweiz ist. Noch vor dem ersten Kaffee wird vielerorts schon das Agenturprogramm gestartet. Ich arbeite gerne für ein Unternehmen mit einer solchen Bedeutung. Da stört es mich auch nicht, wenn ich statt mit meinem vollen Namen nur mit Kürzel publiziere. Ich mag das hohe Arbeitstempo, die Neutralität und Seriosität der Berichterstattung und dass wir nicht bei jedem Twitter-Geschichtchen mitmachen.

Was sind Ihre Pläne mit der sda-Regionalredaktion Zürich?
Die sda-Regionalredaktion mit ihren neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist für die Kantone Zürich, Schaffhausen und Zug zuständig. Dazu gehört auch alles, was an nationalen Themen in dieser Region geschieht: von der Fifa bis zum Flughafen. Eines meiner Ziele ist es, neben dem «normalen» Nachrichtenfluss, der gut geschrieben, verlässlich und schnell zu den Kunden kommen soll, noch mehr eigene Akzente zu setzen. Daneben ist es mir sehr wichtig, regelmässig Kontakt zu unseren Kunden zu haben und ihre Bedürfnisse zu kennen. Dabei bin ich auch offen für Anregungen, wie wir unseren Dienst noch besser gestalten können.

Nicole Meier, Leiterin Inlandredaktion sda