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Ausgabe Nr. 72 / 03-2016
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Statue mit den olympischen Ringen vor dem Hauptquartier des IOC in Lausanne.
Citius, altius, fortius

Schaltjahre sind für die Sportredaktion der sda stets besonders herausfordernd. Nicht wegen des einen zusätzlichen Tages, sondern aufgrund der drei Sommermonate, in welchen jeweils zunächst die Fussball-Europameisterschaft (heuer vom 10. Juni bis 10. Juli) und ein paar Wochen später die Olympischen Sommerspiele (5. bis 21. August) stattfinden.

Citius, altius, fortius (Schneller, höher, stärker): Das Motto der Olympischen Spiele trifft in etwas abgeänderter Form auch auf die sda-Sportredaktion zu. Die Herausforderungen nehmen laufend zu. Mit einem gegenüber den Vorjahren geringeren Personalbestand gilt es in der Zeit der digitalen und sozialen Medien immer schneller zu arbeiten, mehr Informationen zu verarbeiten, mehr Ereignisse abzudecken und dennoch weiterhin qualitativ hochwertige Produkte anzubieten. Die Fussball-EM findet in diesem Jahr erstmals mit 24 Teams statt. Für die sda gilt es demnach, im Vergleich zur letzten EM-Endrunde 2012 20 Spiele mehr abzuhandeln.

Die Vorbereitungen auf den «Super-Sport-Sommer» laufen seit Monaten. Die Flüge nach Rio sind seit letztem Herbst gebucht, die Akkreditierungen längst beantragt, der Austausch mit dem Organisationskomitee betreffend Anpassungen bei den Unterkünften ist rege. Bis Ostern erhält jeder Redaktor in Zürich seinen Einsatzplan für die Periode vom 1. bis 28. August, im April wird das umfangreiche Vorschau-Themenpaket für die Fussball-EM und die Olympischen Spiele geschnürt, sodass die Kunden im Mai entsprechend informiert werden können.

Die sda wird in Rio mit neun Sportjournalisten (sieben aus Zürich, zwei aus Genf) sowie einem Ausland-Redaktor vertreten sein. Letzterer wird sich um die (sport-)politischen und wirtschaftlichen Belange sowie unter anderem um die Anlässe im «House of Switzerland» kümmern. Wie für die Sportler hat auch für die sda-Sportredaktoren die Olympia-Vorbereitung längst begonnen. So es der Dienstplan erlaubt, werden die Schweizer Hoffnungsträger im Hinblick auf Rio in Trainingslagern oder an Wettkämpfen besucht.

Abseits der Fussball-EM und den Olympischen Sommerspielen steht die restliche Sportwelt selbstredend nicht still: Formel-1- und Motorrad-Rennen finden ebenso weiterhin statt wie die Tour de Suisse, die Tour de France oder Wimbledon. Zwei Wochen nach dem EM-Final in Saint-Denis nimmt die heimische Fussball-Meisterschaft wieder ihren Betrieb auf, und vier Schweizer Klubs kämpfen kurz vor, während und kurz nach den Olympischen Spielen in mehreren Qualifikationsspielen um den Einzug in die Gruppenphase der Champions League und Europa League.

Eine Woche nach dem Erlöschen der olympischen Flamme am Zuckerhut wird in Estavayer-le-Lac der neue Schwingerkönig gekürt. Das grösste Sportereignis in diesem Jahr auf Schweizer Boden wirft ebenfalls bereits seine Schatten voraus. Die sda-Sportredaktion wird die Favoriten auf die Schwingerkrone auf ihrem Weg an den Neuenburgersee in den kommenden Monaten journalistisch eng begleiten.

Roman Eberle, Redaktionsleiter Sport