Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hat Ende November die SDA besucht und die Bedeutung der nationalen Nachrichtenagentur gewürdigt. Die Aussenministerin nahm sich zudem Zeit für ein ausführliches "Off-the-record"-Gespräch mit der Redaktion.
Dabei standen naturgemäss aussenpolitische Themen im Zentrum. Die Bundesrätin ging während gut einer Stunde freimütig auf die Fragen und Bemerkungen der Journalistinnen und Journalisten ein. Anschliessend liess sie sich bei einem Gang durch die Redaktion über die Arbeitsweise der SDA informieren.
"Frau Calmy-Rey, in unserem Dienst sind Sie zurzeit das meistzitierte Mitglied der Landesregierung", stellte Chefredaktor Bernard Maissen fest. Das zeige, wie intensiv die SDA die Schweizer Aussenpolitik verfolge – und zwar in all ihren Facetten.
Denn die SDA ist für das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) nicht nur ein verlässlicher Partner bei der Berichterstattung über Brennpunkte wie den Libyen-Konflikt. Sie verfolgt auch kontinuierlich die weniger spektakulären Tätigkeiten der Schweizer Diplomatie und Entwicklungszusammenarbeit, zum Beispiel in afrikanischen Schwerpunktländern.
Bei ihrem Besuch in der Berner Länggasse dankte Bundesrätin Calmy-Rey der Depeschenagentur für ihre Arbeit und würdigte die "sehr produktive, sehr befriedigende Zusammenarbeit". Zur Bedeutung der SDA sagte sie, den Nachrichtenagenturen komme eine immer wichtigere Rolle zu: "Sie halten den ständigen Kontakt und sichern die Basis der Arbeit aller andern Medien, die sich zu Recht auf die Agentur berufen."
Mit Blick auf die geplanten Sparmassnahmen betonte die Aussenministerin, es sei von grosser Bedeutung, dass die SDA ihre Funktion als nationale Agentur in der Medienlandschaft der Schweiz auch in Zukunft mit der gewohnten Seriosität und Verlässlichkeit erfüllen könne.
Calmy-Rey ist der bislang prominenteste Gast im Rahmen der SDA Personality Meetings. Regelmässig besuchen Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft zur Mittagsstunde die Redaktion, um sich mit den SDA-Journalisten in informellem Rahmen über ihre Arbeit zu unterhalten. Zu den bisherigen Besuchern zählen etwa die Präsidenten der vier Bundesratsparteien und der Botschafter der EU in Bern, Michael Reiterer.
Chriastian Zingg, Ressortleiter Ausland
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