Eine Fussball-Weltmeisterschaft ist für die Sportinformation Si nach Olympischen Spielen der grösste Anlass mit entsprechend hohem personellem Aufwand. Während der Zeit der Endrunde (11. Juni bis 11. Juli) sind zwölf Redaktoren in den Ablauf der Berichterstattung eingebunden. Das entspricht fast der Hälfte der gesamten Si-Redaktion.
Der Beginn des Si-WM-Dienstes erfolgt dabei nicht erst mit Anpfiff des Eröffnungsspiels am 11. Juni. Schon vom 10. Mai an beschäftigt sich die achtköpfige Fussball-Redaktion mit der Vorschau. Priorität haben dabei die Pflichtstoffe wie die Präsentation der einzelnen Mannschaften, der Spielorte und der Stadien. Oder die Rückblicke auf frühere Endrunden und der umfangreiche statistische Teil.
Daneben bietet die Si Zusatzstorys an wie zum Beispiel Interviews mit Spaniens Trainer Vicente Del Bosque oder mit einem Mitglied des italienischen Weltmeister-Teams von 2006. Zudem berichten wir ab dem 23. Mai täglich vom Vorbereitungscamp der Schweizer Nationalmannschaft im Wallis. Die SFV-Auswahl wird vom ersten Training an von einem Si-Reporter begleitet.
Da erstmals eine WM auf dem afrikanischen Kontinent stattfindet, gewichtet die Si das lokale Element stärker als bei früheren Turnieren. Dank eines Afrika-Experten können wir im Monat vor der WM wöchentlich einen Hintergrundartikel zum Themenkreis Afrika und afrikanischer Fussball anbieten.
Sobald die WM losgeht, ist die Si (inkl. Si Genf) mit insgesamt sieben Reportern vor Ort (René Baumann, Sven Schoch, Christian Finkbeiner, Marco Ackermann, Stefan Wyss, Laurent Ducret und Julien Pralong). Sie sind jedoch nicht alle gleichzeitig in Südafrika im Einsatz. Einzig Sven Schoch und Julien Pralong (Si Genf) werden während der gesamten WM als Reporter im Einsatz sein.
Solange die Schweiz im Turnier ist, werden das Schweizer Team sowie die jeweiligen Gegner prioritär behandelt. Drei Si-Reporter (René Baumann und Sven Schoch oder Christian Finkbeiner sowie Laurent Ducret/Si Genf) begleiten das Schweizer Team, zwei weitere (Christian Finkbeiner oder Sven Schoch sowie Julien Pralong/Si Genf) besuchen die Trainings und Pressekonferenzen des jeweils nächsten Gegners.
Zudem ist ein weiterer Reporter (Marco Ackermann, in der Endphase Stefan Wyss) ausschliesslich für das internationale Geschehen zuständig. Alle Reporter werden nicht nur über die Spiele berichten, sondern auch Hintergrundartikel und Zusatzstorys von den Mannschaften verfassen.
Die WM-Destination Südafrika stellt für die Si eine grosse logistische Herausforderung dar. Um langwierige Reisen und Flug-Transfers zu vermeiden, hat das gesamte Si-Reporterteam das Städtchen Vanderbijlpark – rund eine Autostunde südlich von Johannesburg gelegen – als Wohnbasis. Von dort sind die meisten Spiele und Mannschaftscamps mit Mietauto oder Taxi innert nützlicher Frist erreichbar. Sechs von zehn WM-Stadien sind rund um Johannesburg auf einem Gebiet von der Grösse der Schweiz gelegen. In Vanderbijlpark schlägt auch die Schweizer Nationalmannschaft ihre Zelte auf.
Das Gros der Spielberichte wird – vor allem während der Vorrunde mit bis zu vier Partien pro Tag – auf der Redaktion in Zürich verfasst. Auf der Heimredaktion sind täglich zwischen vier und acht Redaktoren engagiert (die Zahl nimmt im Verlaufe der WM mit verminderter Anzahl Partien ab). Das Fussball-Ressort wird dabei unterstützt von Peter Lerch, Werner Eisenring, Rolf Bichsel und Marco Keller.
Die Tagescrew wird angeführt vom Fussball-WM-Dienstchef (Stefan Wyss oder Peter Lerch), der auch die Verantwortung für die Themenwahl der Reporter hat. Sie ist für Kurzvorschauen und Kurzmeldungen sowie mittels Internet-Recherche in einzelnen Fällen für Zusatzstorys zuständig. Die Abendcrew verfasst den Resultatservice, Matchberichte und Kurzmeldungen.
Stefan Wyss, Sportinformation Zürich
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