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Ausgabe Nr. 54 / 09-2011
Wahlherbst 2011
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AWP
AWP-Nachrichten stammen aus einer Vielzahl von Quellen
AWP als führende Finanznachrichtenagentur der Schweiz publiziert börsentäglich im Durchschnitt mehrere hundert Meldungen über Unternehmen, den Wirtschaftsverlauf, die Aktienkurse oder den Schweizer Franken. Immer wieder fragen sich die Benützer unserer Dienste aber, wie wir zu den Inhalten der Meldungen kommen bzw. was unsere Quellen dafür sind und was der Ursprung einer Depesche ist. Hier versuchen wir Ihnen eine Antwort zu geben.

Grundsätzlich sind wir bestrebt, möglichst viele verschiedene Quellen für unsere Berichterstattung anzuzapfen. Nur so können wir sicherstellen, dass wir keine relevanten Neuigkeiten verpassen und gleichzeitig unseren Nutzern «quasi» garantieren, dass sie fortlaufend und frühzeitig über alles Wichtige informiert werden.

Zu den zentralen Informationsquellen gehören Medienmitteilungen von Unternehmen oder Institutionen. Wollen etwa die UBS oder die Nationalbank die Öffentlichkeit über einen Tatbestand informieren, schicken sie uns eine Mitteilung via E-Mail oder sie nutzen professionelle Verbreitungsservices. Daneben stehen wir aber auch laufend in engem Kontakt mit den Pressestellen von Firmen, Verbänden oder staatlichen Stellen.

Zudem helfen uns Experten und Spezialisten, Händler und Analysten, gewisse Dinge zu kommentieren und einzuordnen. Oft handelt es sich dabei um Kontakte, die wir seit Jahren pflegen. Der Besuch von Medienkonferenzen und Veranstaltungen gehört ebenfalls zur «täglichen» Pflicht von Journalisten. Analysen, Studien sowie eine Vielzahl von sonstigen Publikationen, die an uns versandt werden, runden das Ganze ab und können ebenfalls Basis einer AWP-Meldung sein.

Eine sehr gute Gelegenheit für tiefergehende Informationen bieten zudem exklusive Interviews mit Führungskräften. AWP versucht während des Jahres, mit möglichst vielen Konzern- und Finanzchefs von börsenkotierten Unternehmen zu reden und diese Information an die User zu bringen.

Allerdings sind börsenkotierte Unternehmen nicht ganz frei in ihrer Kommunikation und müssen dabei zwingend den von der Schweizer Börse SIX vorgegebenen Publizitätsvorschriften genügen. Dies bedeutet zum einen, dass sie mindestens halbjährlich über den Geschäftsgang berichten müssen; und zum anderen sind sie im Rahmen der sogenannten Ad-hoc-Publizität verpflichtet, potentiell kursrelevante Tatsachen wie etwa eine Firmenübernahme oder einen Wechsel an der Unternehmensspitze unverzüglich zu melden und zu publizieren.

Für eine Agentur, welche sich schwergewichtig mit Finanz- und Wirtschaftsthemen befasst, stellen selbstverständlich die Finanzmärkte selbst eine zentrale Informationsquelle dar. Für unsere Marktberichterstattung – sei dies über Aktien, Bonds, Devisen oder aber auch derivative Instrumente – beobachtet unsere Redaktion via Kurssysteme fortlaufend die verschiedenen Märkte und steht in regelmässigem Kontakt mit Händlern, Analysten sowie sonstigen Experten und Marktteilnehmern. Eine gute und weitläufige Vernetzung stellt dazu eine unabdingbare Vorrausetzung dar.

AWP wertet für seine Leser zudem täglich eine grosse Anzahl von Analysen, Studien und Berichten aus und fasst diese in einer Meldung zusammen. Selbstverständlich werden auch alle relevanten in- und ausländischen Zeitungen, Zeitschriften, Online-Medien oder sonstigen Quellen beobachtet. Interessante Neuigkeiten werden dabei für den Leser aufbereitet.

Neben den zumeist öffentlich zugänglichen Quellen versuchen wir aber auch an News heranzukommen, die nicht öffentlich kommuniziert werden oder nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Als Quellen ist in den News dann von sogenannten «Kreisen» bzw. mit der «Materie vertrauten Personen» die Rede. Dabei handelt es sich um Personen, welche uns über verschiedene Kanäle exklusive und oft auch sehr relevante Informationen zukommen lassen.

Solche «informellen» Quellen sind jedoch mit der entsprechenden journalistischen Sorgfalt zu behandeln. Oft werden die Medien durch solche zugespielten News nämlich selbst instrumentalisiert, stehen doch oft gewisse Interessen dahinter. Klare interne Handlungsanweisungen regeln denn auch den Umgang damit und setzen der Nutzung durch die Redaktion in kritischen Fällen auch Grenzen.

Ueli Hoch, Chefredaktor und Christoph Gaberthüel, Geschäftsführer

 
 

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Inhalt
TOP STORY
Die sda führt einen modularen Tarif ein

In anderen Ländern bieten die Nachrichtenagenturen ihren Medienkunden General News, Sport und Bild in einem Paket an. Für die Kunden gilt: «Alles oder nichts». Im Gegensatz dazu  konnten die Medien in der Schweiz schon seit jeher diese Dienste einzeln abonnieren, da sie von drei verschiedenen Agenturen angeboten werden.

Die sda – und auch die sda Sportinformation – gehen jetzt jedoch noch einen Schritt weiter und teilen ihren Basisdienst in ein Grundmodul und vier Zusatzmodule auf.

Warum?
In den vergangenen Jahren entstanden mit neuen Mediengattungen und neuen sda-Diensten immer mehr Tarife. Intern erschwerte dies die Arbeit, und nach aussen litt die Transparenz. Es war für einen Kunden sehr schwer, die Preise der sda nachzuvollziehen. Ausserdem wollten wir eine Tarifstruktur schaffen, die der künftigen Entwicklung hin zu verstärkter Online-Nutzung Rechnung trägt.

Im Vordergrund stand aber der Kundenwunsch, die sda-Dienste noch stärker gemäss den unterschiedlichen Bedürfnissen der einzelnen Medien abonnieren zu können.

Wie?
Im Rahmen der neuen Unternehmensstrategie startete die sda Anfang 2010 das Projekt «Pricing» und überprüfte gemeinsam mit einem externen Partner die bestehenden Tarife und Dienste. Sie machte sich Gedanken, wie die Tarifstruktur vereinfacht werden kann und welche Alternativen zur Auflagentarifierung bestehen.

In persönlichen Interviews wurden verschiedene Kunden zu ihren Wünschen und Anforderungen an die sda befragt und ihre Rückmeldungen zur aktuellen Angebots- und Tarifstruktur eingeholt.

Die Interviews zeigten, dass die Kunden mehr Modularisierung im Angebot wünschen und die Auflage als Bezugsgrösse für den Preis akzeptiert ist. Einen Index, bestehend aus verschiedenen Elementen (z. B. Auflage, Anzahl Leser, Grösse der Redaktion, Umsatz, Abo-Preis etc.), lehnten die Befragten mehrheitlich ab. Eine Erhöhung des Fixbetrages (bisher «Kopfquote» genannt) und damit verbunden eine Senkung des auflageabhängigen, variablen Teils des Preises nahmen die befragten Kunden sehr positiv auf.

Eingeführt wird der Modul-Tarif  als Pilot ab 1.1.2012. Alle Kunden, die keinen laufenden Mehrjahresvertrag haben, können auf das neue System wechseln. Die definitive Einführung ist per 1.1.2013 vorgesehen.

Was?
Der bisherige Basisdienst der sda besteht neu aus einem Grundmodul (Prioritäten 1–3) und vier Zusatzmodulen (Prio 4+5, Programme, Hintergründe/Chronologien,...

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