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Ausgabe Nr. 54 / 09-2011
Wahlherbst 2011
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Philipp Hildebrand, Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB)
 
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sda Nachrichten
Schuldenkrise fordert sda-Redaktion täglich
Die Schuldenkrise in Europa hat in diesem Sommer einen Höhenflug des Schweizer Frankens ausgelöst. Wirtschaft und Politik waren gefordert. Die sda-Redaktion hat die Eurokrise eng begleitet. Die gute Leistung der Redaktion ruhte dabei auf vielen Schultern.

Im Sommer jagten sich täglich die Meldungen über die Schuldenkrise in Europa, den starken Franken und die Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft. Die sda berichtete an vorderster Front und in Zusammenarbeit mit den internationalen Agenturen darüber.

Unser Auftrag stützte sich dabei auf zwei Pfeiler. Es galt, den gewaltigen Input der Partneragenturen dpa, Reuters, afp, ansa und dapd zur Schuldenkrise zu sichten, eine Triage vorzunehmen und die aus Schweizer Sicht wichtigen Meldungen in den Dienst zu geben.

Das Schwergewicht lag jedoch auf den zahlreichen Beiträgen, die aus unserer eigenen Feder stammten. Da der starke Franken Wirtschaft und Politik herausforderte, waren auch bei der sda alle Ressorts involviert. Einmal mehr resultierte eine runde Teamleistung.

Als Nachrichtenagentur standen wir namentlich im Zusammenhang mit dem Entscheid der Schweizerischen Nationalbank, eine Untergrenze von 1.20 Franken pro Euro einzuführen, europaweit im Rampenlicht. Die sda meldete diesen Entscheid weltweit als erste Agentur.

Die Partneragenturen folgten und übernahmen teilweise unsere Berichterstattung. Das Ereignis sorgte weltweit für Schlagzeilen: die «Financial Times», das «Wall Street Journal», die «Tagesthemen» der deutschen ARD – sie machten den SNB-Entscheid zum Top-Thema.

Schwerpunktthemen, die über längere Zeit andauern, zeigen, dass die nationale Nachrichtenagentur sda eine wichtige Rolle als Informationsdrehscheibe spielt – national wie international. Sehr wichtig ist uns dabei, dass die Informationen korrekt sind.

Häufig brodelt bei solchen Grossereignissen die Gerüchteküche. Die sda übernimmt die Berichte nicht unbestätigt. Wir verifizieren sie. Die Beispiele zeigen: trotz knapper Personalbestände, die Kunden können sich auf die sda verlassen.


sda bemüht sich bei Gerüchten um eine Bestätigung

Wichtige Ereignisse werfen häufig ihre Schatten voraus. Die Gerüchteküche brodelt. Die sda beobachtet in diesen Fällen die Lage und berichtet erst dann, wenn die Informationen bestätigt sind. Die Kunden werden jeweils in den Programmen und mit Notizen informiert.

«Die sda berichtet nicht aufgrund von Gerüchten» heisst es im sda-Handbuch unmissverständlich. «In Ausnahmefällen sollte versucht werden, Fakten zu beschaffen und Quellen zu erschliessen. Wird das Gerücht bestätigt, wird das Faktum vermeldet.»

Winfried Kösters, Stv. Chefredaktor

 
 

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Inhalt
TOP STORY
Die sda führt einen modularen Tarif ein

In anderen Ländern bieten die Nachrichtenagenturen ihren Medienkunden General News, Sport und Bild in einem Paket an. Für die Kunden gilt: «Alles oder nichts». Im Gegensatz dazu  konnten die Medien in der Schweiz schon seit jeher diese Dienste einzeln abonnieren, da sie von drei verschiedenen Agenturen angeboten werden.

Die sda – und auch die sda Sportinformation – gehen jetzt jedoch noch einen Schritt weiter und teilen ihren Basisdienst in ein Grundmodul und vier Zusatzmodule auf.

Warum?
In den vergangenen Jahren entstanden mit neuen Mediengattungen und neuen sda-Diensten immer mehr Tarife. Intern erschwerte dies die Arbeit, und nach aussen litt die Transparenz. Es war für einen Kunden sehr schwer, die Preise der sda nachzuvollziehen. Ausserdem wollten wir eine Tarifstruktur schaffen, die der künftigen Entwicklung hin zu verstärkter Online-Nutzung Rechnung trägt.

Im Vordergrund stand aber der Kundenwunsch, die sda-Dienste noch stärker gemäss den unterschiedlichen Bedürfnissen der einzelnen Medien abonnieren zu können.

Wie?
Im Rahmen der neuen Unternehmensstrategie startete die sda Anfang 2010 das Projekt «Pricing» und überprüfte gemeinsam mit einem externen Partner die bestehenden Tarife und Dienste. Sie machte sich Gedanken, wie die Tarifstruktur vereinfacht werden kann und welche Alternativen zur Auflagentarifierung bestehen.

In persönlichen Interviews wurden verschiedene Kunden zu ihren Wünschen und Anforderungen an die sda befragt und ihre Rückmeldungen zur aktuellen Angebots- und Tarifstruktur eingeholt.

Die Interviews zeigten, dass die Kunden mehr Modularisierung im Angebot wünschen und die Auflage als Bezugsgrösse für den Preis akzeptiert ist. Einen Index, bestehend aus verschiedenen Elementen (z. B. Auflage, Anzahl Leser, Grösse der Redaktion, Umsatz, Abo-Preis etc.), lehnten die Befragten mehrheitlich ab. Eine Erhöhung des Fixbetrages (bisher «Kopfquote» genannt) und damit verbunden eine Senkung des auflageabhängigen, variablen Teils des Preises nahmen die befragten Kunden sehr positiv auf.

Eingeführt wird der Modul-Tarif  als Pilot ab 1.1.2012. Alle Kunden, die keinen laufenden Mehrjahresvertrag haben, können auf das neue System wechseln. Die definitive Einführung ist per 1.1.2013 vorgesehen.

Was?
Der bisherige Basisdienst der sda besteht neu aus einem Grundmodul (Prioritäten 1–3) und vier Zusatzmodulen (Prio 4+5, Programme, Hintergründe/Chronologien,...

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