Die Schuldenkrise in Europa hat in diesem Sommer einen Höhenflug des Schweizer Frankens ausgelöst. Wirtschaft und Politik waren gefordert. Die sda-Redaktion hat die Eurokrise eng begleitet. Die gute Leistung der Redaktion ruhte dabei auf vielen Schultern.
Im Sommer jagten sich täglich die Meldungen über die Schuldenkrise in Europa, den starken Franken und die Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft. Die sda berichtete an vorderster Front und in Zusammenarbeit mit den internationalen Agenturen darüber.
Unser Auftrag stützte sich dabei auf zwei Pfeiler. Es galt, den gewaltigen Input der Partneragenturen dpa, Reuters, afp, ansa und dapd zur Schuldenkrise zu sichten, eine Triage vorzunehmen und die aus Schweizer Sicht wichtigen Meldungen in den Dienst zu geben.
Das Schwergewicht lag jedoch auf den zahlreichen Beiträgen, die aus unserer eigenen Feder stammten. Da der starke Franken Wirtschaft und Politik herausforderte, waren auch bei der sda alle Ressorts involviert. Einmal mehr resultierte eine runde Teamleistung.
Als Nachrichtenagentur standen wir namentlich im Zusammenhang mit dem Entscheid der Schweizerischen Nationalbank, eine Untergrenze von 1.20 Franken pro Euro einzuführen, europaweit im Rampenlicht. Die sda meldete diesen Entscheid weltweit als erste Agentur.
Die Partneragenturen folgten und übernahmen teilweise unsere Berichterstattung. Das Ereignis sorgte weltweit für Schlagzeilen: die «Financial Times», das «Wall Street Journal», die «Tagesthemen» der deutschen ARD – sie machten den SNB-Entscheid zum Top-Thema.
Schwerpunktthemen, die über längere Zeit andauern, zeigen, dass die nationale Nachrichtenagentur sda eine wichtige Rolle als Informationsdrehscheibe spielt – national wie international. Sehr wichtig ist uns dabei, dass die Informationen korrekt sind.
Häufig brodelt bei solchen Grossereignissen die Gerüchteküche. Die sda übernimmt die Berichte nicht unbestätigt. Wir verifizieren sie. Die Beispiele zeigen: trotz knapper Personalbestände, die Kunden können sich auf die sda verlassen.
sda bemüht sich bei Gerüchten um eine Bestätigung
Wichtige Ereignisse werfen häufig ihre Schatten voraus. Die Gerüchteküche brodelt. Die sda beobachtet in diesen Fällen die Lage und berichtet erst dann, wenn die Informationen bestätigt sind. Die Kunden werden jeweils in den Programmen und mit Notizen informiert.
«Die sda berichtet nicht aufgrund von Gerüchten» heisst es im sda-Handbuch unmissverständlich. «In Ausnahmefällen sollte versucht werden, Fakten zu beschaffen und Quellen zu erschliessen. Wird das Gerücht bestätigt, wird das Faktum vermeldet.» |
Winfried Kösters, Stv. Chefredaktor
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