Für die Mitarbeiter der Sportinformation gibt es unangenehmere Aufgaben, als über das Omega European Masters in Crans-Montana, das Meeting der weltbesten Golfer in der Walliser Bergwelt, zu berichten.
Das Schweizer Turnier, abgehalten vom 1. bis zum 4. September, war in diesem Jahr einzigartig. Nie zuvor hatten sich derart viele Golfprofis mit klangvollen Namen eingeschrieben. Nordirlands neuer Superstar Rory McIlroy – für ihn interessiert sich die Sportwelt derzeit mehr als für Tiger Woods – fand den Weg auf das Walliser Hochplateau ebenso wie Englands Weltranglisten-Zweiter Lee Westwood, Deutschlands neue Sportgrösse Martin Kaymer und viele mehr. Mit 54'100 Zuschauern vermeldeten die Organisatoren einen Rekord. Der dänische Sieger Thomas Björn, seinerseits einer der Grossen, wurde gebührend bejubelt und gefeiert. Dass einer der in den letzten Jahren wenig erfolgreichen Schweizer Professionals – der Zuger Damian Ulrich – inmitten der Stars den famosen 18. Platz belegte, rundete den erstklassigen Anlass ab. Die einzigen Wermutstropfen waren Regentropfen; sie fielen glücklicherweise erst ab Sonntagmittag, als das viertägige Turnier schon fast vorüber war.
McIlroy, Westwood, Kaymer, Jimenez, Clarke und andere geben Stoff für viele süffige Storys her. Sobald es jedoch um die fachliche Berichterstattung geht, wird es für die Journalisten ein wenig komplizierter und anspruchsvoller. Im Golf wimmelt es von Fachbegriffen wie Eagle, Birdie, Par, Bogey, Cut, Drive, Approach, Chip, Pitch, Putt, Fairway, Green, Holz, Eisen, Wedge oder Rescue. Wer das Spiel selbst, die Anforderungen des Spiels und die Zusammenhänge der verschiedenen Profi-Circuits nicht von Grund auf kennt, kann sich leicht verirren und verheddern.
Die Sportinformation deckt die wichtigen Anlässe mit Reportern ab, die sich in der betreffenden Sportart gut auskennen, darin ein solides Beziehungsnetz pflegen und nicht zuletzt mit historischen Kenntnissen und nützlichen Statistiken ausgerüstet sind. In Crans-Montana war dies nicht anders. Nicht selten wurde der «Si-Mann» von Kollegen der verschiedensten Schweizer Medien um Rat gefragt, meistens mit der Grundfrage: «Sag mal, wie ist das genau...?» Diese Qualität ist ein nicht zu unterschätzender Trumpf der Nachrichtenagentur. Sie kann ihren Kunden direkt vor Ort helfen. Und sie tut es gern.
Peter Lerch, Chefredaktor Sportinformation Si AG
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