Nach Ostern 2013 beginnt für die sda-Redaktion eine neue Ära. Das alte
Redaktionssystem, das auf dem Betriebssystem Linux basierte, wird durch
ein neues System auf Basis Windows ersetzt. Für die Kunden ändert sich
aufgrund des Systemwechsels nichts. Sie erhalten die Meldungen im
gewohnten Format und mit den gleichen Kodierungen wie bisher.
Die
sda hat bei der Entwicklung des neuen Redaktionssystems neue Wege
beschritten. Waren frühere Redaktionssysteme von einer eigenen,
hausinternen Abteilung entwickelt worden, so baute die sda beim
bevorstehenden Systemwechsel auf eine Zusammenarbeit mit der
Entwicklungsabteilung der österreichischen Partneragentur APA.
Die
APA-IT verfügt über eine personell stark dotierte Crew. Sie hat unter
anderem Redaktionssysteme für den österreichischen Rundfunk und das ORF
sowie für die Nachrichtenagenturen APA, dapd und die Sportinformation
(Si) mit Sitz in Zürich entwickelt. Die APA-IT besitzt daher ein
umfangreiches Know-how bei Redaktionssystemen.
Das im Auftrag der
sda entwickelte Redaktionssystem ist auf Multimedia ausgerichtet. Es
erlaubt auf einfache Weise die Verknüpfung von Texten mit Bildern und
Videos sowie den Zugriff auf Internet-Hyper-Links. Die APA-IT hat das
Redaktionssystem kundenspezifisch auf die Wünsche der sda zugeschnitten.
Eine technische Zusammenarbeit mit der APA-IT bestand bisher bereits
bei der Datenbank sda-Direct.
Die sda wird das neue
Redaktionssystem, das unter dem Logo MARS (Multimediales
Agentur-Redaktions-System) firmiert, etappenweise einführen. In einem
ersten Schritt wird ab dem 8. April die italienischsprachige Redaktion
umgestellt. Es folgen in deutscher und französischer Sprache Mitte April
die Wirtschaftsredaktion sowie im Anschluss daran die Ressorts
Ausland/Online und Inland. Zuletzt werden die 14 Regionalredaktionen auf
MARS wechseln. Der Rollout wird voraussichtlich Ende Mai 2013
abgeschlossen sein.
In der zweiten Jahreshälfte 2013 plant die
sda ferner, ihr Planungstool von Grund auf zu erneuern. Auch dabei fasst
die sda eine Zusammenarbeit mit Medienpartnern, namentlich mit
Nachrichtenagenturen, ins Auge. Das Ziel der Bemühungen ist es, das
Planungstool eng mit dem Redaktionssystem zu verknüpfen. Ferner zeichnet
sich ab, dass die sda-Beteiligungen Si und Keystone in das Planungstool
mit einbezogen werden.
Winfried Kösters, stv. Chefredaktor
siehe auch Multichannel-Redaktionssystem
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