Anderthalb Monate vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Sotschi (7. bis 23. Februar) sind die Ampeln bei der Sportinformation in fast allen Bereichen auf Grün gestellt. Die administrativen Angelegenheiten sind abgeschlossen, der Fokus liegt nun auf den journalistischen Vorarbeiten.
Die Flüge und Hotelzimmer für die elfköpfige Si-Crew sind gebucht, bestätigt und bezahlt. Und auch die übrigen Formalitäten im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen am Schwarzen Meer stehen vor einem erfolgreichen Abschluss. Die Zusammenarbeit mit den russischen Verantwortlichen verlief zwar (erwartungsgemäss) nicht immer ganz reibungslos, gleichwohl konnte bislang für jedes Problem eine Lösung gefunden werden.
Da es für die Reporter der Sportinformation in Sotschi hauptsächlich darum geht, das Geschehen aus Schweizer Sicht journalistisch abzudecken, ist eine professionelle, kompetente und auf Vertrauen basierende Zusammenarbeit mit den hiesigen Athleten, Trainern, Betreuern und Medienverantwortlichen unabdingbar. Viele Kontakte konnten über Jahre hinweg aufgebaut und gepflegt werden, andere wurden und werden in diesen Wochen erneuert oder neu geknüpft.
Ein Wintersport-Wochenende mit hinsichtlich der Berichterstattung beinahe schon olympischen Dimensionen gab es Ende November, als in Stavanger die finale Phase der Curling-Europameisterschaften auf dem Programm stand, auf den Skipisten in Beaver Creek und Lake Louise um Weltcup-Punkte gefahren wurde und in Kuusamo die ersten Langlauf-Wettkämpfe sowie ein Skispringen stattfanden.
In Norwegen, Nordamerika als auch in Finnland waren Si-Reporter im Einsatz. Diese konnten nicht nur vom EM-Titel der Schweizer Curler und von den Weltcup-Siegen Lara Guts berichten, sondern im Hinblick auf das Wintersport-Highlight in Sotschi Networking betreiben und abseits der Pisten und Loipen vertiefte Gespräche führen – nicht nur mit den Athleten selbst, sondern auch mit Entscheidungsträgern wie Walter Hlebayna (Cheftrainer Ski alpin Männer), Hans Flatscher (Cheftrainer Ski alpin Frauen), Martin Künzle (Nationalcoach Skispringen) oder Hippolyt Kempf (Disziplinenchef Langlauf). Da jeweils nur wenige andere Schweizer Journalisten zugegen waren, hatte die Sportinformation quasi «freie Bahn». Dass man nun im Februar in Sotschi in vertraute Gesichter blicken kann, wird die Zusammenarbeit zweifellos vereinfachen. Informelle Treffen und Informationen sind meist die wertvollsten, gerade im Journalismus.
Roman Eberle, Sportinformation
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