Das Geschehen an den Finanzmärkten wird nicht nur von harten Zahlen und Fakten beeinflusst, sondern stets auch von vagen Gerüchten und Vermutungen. Gerüchte entfalten in der kurzen Frist teils enorme Preiswirkungen und haben im Einzelfall für die Wertentwicklung einer Anlage grosse Folgen. Innert Minuten können Anleger viel Geld gewinnen oder verlieren. Nur wer rasch informiert ist und schnell reagiert, kann von steigenden Kursen profitieren oder sich vor sinkenden Preisen schützen.
Börsenprofis wissen zwar, dass Gerüchte meist bewusst in Umlauf gesetzt werden. Dennoch können oder wollen sie sich ihrer Wirkung nicht entziehen: Wer sich als Trittbrettfahrer verhält und auf die Nachricht einsteigt oder wer sich misstrauisch gibt und eigene Erkundigungen einholt: beide Male verschafft er der Nachricht mehr Glaubwürdigkeit. Sobald ein Gerücht als verlässlich erachtet wird, bricht Hektik aus, denn jeder will den Moment nutzen, um vom steigenden Kurs zu profitieren oder um einen Verlust zu vermeiden.
Viele Marktteilnehmer zeigen denn auch ein sehr grosses Interesse an solchen Gerüchten. AWP trägt diesem Bedürfnis mit einem neuen, separat gekennzeichneten Gefäss Rechnung. Unter dem Label "MARKTGESPRAECH" erfahren die AWP-Leser täglich zwischen 13.30 und 14.00 Uhr die neuesten am Markt kolportierten Gerüchte. Die im "MARKTGESPRAECH" enthaltenen Informationen und Meinungen werden laufend im Profihandel zusammengetragen. Es handelt sich dabei ausschliesslich um vom Hörensagen übernommene Gerüchte und Spekulationen. Die separate Kennzeichnung des Gefässes erlaubt dem Leser, die Gerüchte von den übrigen im AWP-Dienst enthaltenen Informationen und Fakten zu unterscheiden.
Eine Studie der Universität Chemnitz belegt, dass Gerüchte die Aktienkurse im Schnitt um rund 3 Prozent bewegen und die Tagesumsätze um 67 Prozent ansteigen lässt. Doch damit Gerüchte für plausibel gehalten werden, müssen drei Bedingungen erfüllt sein: Ihr Inhalt muss neu und interessant sein, das Gerücht muss durch die richtigen Kanäle verbreitet werden, und die Meldung muss bereits kursierende Befürchtungen und Einschätzungen bestätigen.
Tom Schreiber, Marketing und Sales
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