Alles schien noch so weit weg zu sein, als UEFA-Präsident Lennart Johansson am 12. Dezember 2002 um 14.25 Uhr die erhofften Worte verkündete: "Die EURO 2008 findet in Österreich und in der Schweiz statt." Über fünf Jahre sind ins Land gezogen. Für die Sportinformation in Zürich und in Genf kommen jetzt die Monate der Wahrheit.
Das Jahr 2008 ist mit den dicken Brocken EURO und Olympische Spiele eine Herausforderung, wie sie noch nie vor der Türe stand. Kaum wird der neue Fussball-Europameister am 29. Juni erkoren sein, beginnen schon die redaktionellen Vorbereitungen auf die Sommerspiele in China. Maximal zwei Wochen Ferien dürfen sich die Redaktionsmitglieder zwischen den Grossanlässen gönnen - mehr kann ihnen nicht zugestanden werden, zumal der Sportbetrieb ausserhalb EURO und Olympia auch nicht ruht. Während der Grossanlässe selber besteht eine gänzliche Feriensperre. Alle werden benötigt!
Für die Si ist die EURO keine Fussball-Endrunde wie jede andere. Die Sportnachrichtenagentur misst dem Mega-Event im eigenen Land die gebührende Bedeutung zu. Die Leistungen werden im Vergleich etwa zur WM 2006 in Deutschland ausgebaut.
Die Kunden des Si-Basisdienstes werden schon seit Ende Januar jeweils am Montag mit EURO-Themen-Paketen versorgt. Im Rahmen dieses Sonder-Services erhalten sie ausführliches Hintergrund-Material zu den 16 Teilnehmer-Nationen und deren Mannschaften. In einer speziellen Rubrik wird jeden Montag das aktuelle Geschehen in den Meisterschaften der drei Schweizer EM-Gruppengegner Tschechien, Portugal und Türkei beleuchtet. Auch die eher zeitlosen Hintergrund-Themen sind Eigenleistungen der Si-Fussballredaktion.
In den letzten vier Wochen vor dem Eröffnungsspiel Schweiz - Tschechien am 7. Juni in Basel wird die Si das aktuelle Vorschau-Material liefern: Fundierte Analysen der Mannschaften, Kader-Benennungen, Statistiken, Spielerporträts und weitere Hintergrundberichte.
Während der EURO selbst und in der unmittelbaren Vorbereitung werden sich vier Si-Mitarbeiter (drei aus Zürich, einer aus Genf) ausschliesslich um die Belange von Köbi Kuhns Schweizer Nati kümmern. Bis zu fünf weitere Fussball-Redaktoren werden sich des Geschehens in den anderen Gruppen annehmen, zu denen ja auch die "Hammer-Gruppe" mit Italien, Frankreich, Holland und Rumänien an den Spielorten Bern und Zürich zählt. Wiederum fünf bis acht Mitarbeitende werden den "inneren" Dienst in den Redaktionen in Zürich und Genf versehen. Die Herausforderung ist umso grösser, als nicht nur im Si-Basisdienst, sondern auch in den Bereichen Online, WAP, SMS und Sport 164 Voice (Telefon-Sportdienst 164) erstklassige Arbeit geleistet werden soll.
Peter Lerch, Sportinformation Zürich
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