 Bild: Keystone/Gaetan Bally |
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Die SDA ist seit dem 1. März in der Schweiz die einzige Nachrichtenagentur, die auf Deutsch einen Inlanddienst anbietet. Auf Französisch bietet AP weiterhin Inlandmeldungen an.
Diese Entwicklung hat für gewisse Irritationen gesorgt, und die Situation der SDA wurde polemisch mit derjenigen der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua verglichen. Solches kommt uns chinesisch vor, denn Xinhua ist eine staatliche Nachrichtenagentur und die SDA ein privatrechtliches Unternehmen in den Händen der Schweizer Medien und damit ihrer Kunden.
Aber es stimmt, die Schweiz hat – und dies im Gegensatz zu China – nur eine nationale Nachrichtenagentur. Doch das ist, um in etwas vergleichbareren Regionen zu bleiben, auch in Österreich, Belgien, Holland, Dänemark, Schweden, Finnland, Norwegen und Portugal der Fall. Die Schweiz war bisher also auch in Bezug auf Nachrichtenagenturen ein Sonderfall und hat sich nun von diesem Sonderfall verabschiedet.
In den letzten 50 Jahren hat sich die Medienlandschaft in der Schweiz massiv verändert. Damit natürlich auch die Situation für die Nachrichtenagenturen. 1960 gab es in der Schweiz drei Nachrichtenagenturen, nämlich die SDA, die UPI und die spk. UPI verschwand 1972 vom Markt, doch gleichzeitig etablierte sich die ddp. Es blieb also bei drei Agenturen. 1982 kam AP dazu. Kurzzeitig gab es damit sogar vier Agenturen, doch AP verdrängte 1983 ddp aus dem Schweizer Markt. 1993 schliesslich stellte die spk ihren Dienst ein. Seither gab es die SDA als Erstagentur und AP als Zweitagentur.
Mit dem Rückzug von AP aus dem deutschsprachigen Markt und dem damit verbundenen Verkauf der Lizenz... |
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