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| Editorial |
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Alles wird besser... «Alles wird besser, Valser bleibt gut», hiess es in einem alten Werbespruch für Mineralwasser. Alles wird besser, versprachen Mediapulse und die WEMF, als sie die neuen Messmethoden ankündigten, mit denen sie Angaben zu den Reichweiten von Fernsehen und Zeitungen in Zukunft erheben wollen. Die Ergebnisse sind bekannt. Die neuen Zahlen von Mediapulse konnten erst nach langem juristischen Hin und Her publiziert werden, die Zahlen der WEMF lassen einzelne Verlagshäuser ratlos. Vor allem sind die Zahlen nicht mit den Angaben der letzten Jahre vergleichbar. Bei grossen Abweichungen weiss man also nicht, ob jetzt die neuen Zahlen stimmen, oder ob doch die früheren näher bei der Realität lagen. Grundsätzlich ist das zwar nicht schlimm, so lange sich alle an die gleichen Zahlen halten. Und der Wunsch, den Medienkonsum möglichst realitätsnah abzubilden, ist sicher gerechtfertigt. Aber in einer Branche, die sich im Umbruch befindet, sorgen solche Veränderungen für zusätzliche Unruhe.
Die sda überlegt sich seit langem, wie sie bei der Tarifgestaltung die unterschiedlichen Bedürfnisse am besten abbilden und den neuen Entwicklungen in der Branche Rechnung tragen kann. Gerade in der jetzigen schwierigen Situation unserer Kunden und Besitzer wollen wir aber nichts übers Knie brechen. Wir behalten deshalb nach wie vor die bewährten Währungen «Auflage», «Hörer- und Zuschauerzahlen» sowie «Unique Clients» bei. Ganz im Sinne eines verlässlichen Partners. Oder eben: Nicht nur Valser, auch die sda «bleibt gut».
Bernard Maissen, Chefredaktor
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| Impressum: |
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Mitgearbeitet an dieser Ausgabe haben: Bernard
Maissen
(sda); Béat Grossenbacher (sda); Theodora Peter (sda); Nicole Meier (sda); Marco Keller (Si); Laurent Wirz (Si); Thomas
Pentsy (AWP); Catharina Graf (Keystone) Andrea Menken (news aktuell) Koordination: Therese Hirsbrunner und Dania Ammann (sda) |
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Theodora Peter, Sie geben Ende September die Leitung der Inlandredaktion ab. Weshalb? Nach sechs spannenden und intensiven Jahren ist für mich die Zeit für einen Neuaufbruch reif geworden. Ich habe diesen herausfordernden Job sehr gerne und mit grosser Überzeugung gemacht. Und ich habe die tägliche Zusammenarbeit mit engagierten JournalistInnen in Zentrale, Bundeshaus und den Regionalbüros als Privileg empfunden. All dies wird mir fehlen.
Kehren Sie dem Journalismus den Rücken? Nein, im Gegenteil. Ich möchte wieder vermehrt zum Schreiben kommen. Nach einer Auszeit bis Ende Jahr, die ich auf Reisen in Lateinamerika verbringe, werde ich ab Januar 2014 mit einem kleinen Pensum im Büro Bern als Korrespondentin arbeiten. Daneben werde ich freischaffend tätig sein. Und nicht zuletzt werde ich weiterhin am MAZ als Dozentin für Nachrichtenjournalismus arbeiten. Ich glaube an die Zukunft des Journalismus und habe in der Arbeit mit Stagiaires mit Freude festgestellt, wie viele talentierte JungjournalistInnen etwas bewegen wollen.
Welche Bilanz ziehen Sie nach diesen sechs Jahren als Inlandchefin? Die Bilanz fällt grundsätzlich positiv aus. Ich sah meine Aufgabe nebst der Personalführung unter anderem darin, Abläufe und Strukturen so zu gestalten, dass möglichst viel Substanz in das journalistische Kerngeschäft fliesst und Reibungsverluste klein bleiben. Dabei wurde die Eigenverantwortung insbesondere der Regionalbüros gestärkt und formale Abläufe wurden gestrafft. So konnte das Inland-Desk, das einen immer grösseren Input zu bewältigen hat, teilweise entlastet werden. Bei knapper werdenden Ressourcen sind mitunter... |
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