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Ausgabe Nr. 63 / 12-2013
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Editorial

Jahresrückblick
Wenn Weihnachten und Silvester näher rücken, ist nicht nur die hohe Zeit der Geschenke und Wünsche, sondern auch höchste Zeit für Jahresrückblicke. Alle Medien lassen die wichtigsten Ereignisse der letzten 12 Monate Revue passieren. Und so erlebt man noch einmal all die Höhepunkte in der Welt der Politik, der Wirtschaft, der Kultur und der Gesellschaft, die Katastrophen und Dramen, aber auch die freudigen Ereignisse und die Glücksmomente, Menschliches und allzu Menschliches. Und dabei wird uns bewusst, dass bei all diesen Ereignissen immer auch Journalistinnen und Journalisten dabei waren. Die lachende und weinende Gesichter eingefangen und beschrieben haben, die Katastrophen und deren Folgen journalistisch begleiteten, die Glücksmomente mit der ganzen Welt geteilt haben und die stets versuchten, immer ein wenig hinter die Fassaden zu leuchten, noch etwas mehr herauszufinden, als was präsentiert wurde.
Wenn man sich all das vor Augen hält, wird uns wieder einmal bewusst,  wie spannend und  interessant der Beruf ist, aber auch wie herausfordernd und verantwortungsvoll. Da mag Journalismus in Studien als unattraktivster Beruf bezeichnet werden; die Menschen, die Journalismus betreiben, betreiben ihn mit Hingabe und Begeisterung. Zeugnis davon legen die Kurzinterviews mit eben erst pensionierten und vor kurzem bei der sda eingestiegenen Journalistinnen und Journalisten ab. Beweis dafür ist die Arbeit der sda-Redaktion, die sich auch 2013 bemüht hat, einen umfassenden, unabhängigen und qualitativ guten Dienst herzustellen, Tag für Tag, rund um die Uhr, mit grossem Einsatz und viel Herzblut.
Und die sich freut, diesen Beruf und diese Berufung auch 2014 ausüben zu können, damit mit Sicherheit auch in einem Jahr wieder spannende Rückblicke produziert werden können.

Frohe Festtage und ein erfolgreiches 2014!
Bernard Maissen, Chefredaktor

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Archiv
Impressum:
Mitgearbeitet an dieser Ausgabe haben:
Bernard Maissen (sda); Béat Grossenbacher (sda); Winfried Kösters (sda); Alessio Togni (sda); Mattia Piattini (sda); Roman Eberle (Si); Charlie Fehrenbach (AWP); Catharina Graf (Keystone) Andrea Menken (news aktuell)
Koordination: Therese Hirsbrunner und Dania Ammann (sda)
 
Rasanter Wandel bleibt für die sda prägend
Die sda hat sich in den letzten Jahrzehnten von einer passiv reagierenden zu einer aktiv agierenden Nachrichtenagentur gewandelt. Die langjährige Mitarbeiterin Ursula Santschi und die Stagiaire Larissa Tschudi sind überzeugt, dass der rasante Wandel in den kommenden Jahren andauern wird.

Welches Bild hattet Ihr bei Eurem Eintritt von der sda?

Santschi: Ich habe in der Romandie durch eine Drittperson von der sda erfahren. Die Agence Télégraphique Suisse suche Personal, hiess es. Ich dachte zuerst, dass es sich um eine Stelle beim Telegraphenamt handelt, merkte dann aber schnell, dass die nationale Nachrichtenagentur der Schweiz gemeint war. Das anonyme Schreiben hat mir immer gefallen. Unter anderem bin ich deshalb wohl auch 40 Jahre geblieben.

Tschudi: Zum ersten Mal bewusst wahrgenommen habe ich die sda vor drei Jahren während meiner Tätigkeit für den Medienbeobachtungsdienst Argus. Damals ist mir aufgefallen, wie stark die Medien die Nachrichten der sda nutzen. Eingestiegen in den Journalismus bin ich dann mit einem Praktikum bei der NZZ. Dort ist mir klar geworden, dass ich das Handwerk der Journalistin erlernen möchte. Die Ausbildung (Stage) bei der sda schien mir dafür bestens geeignet.

Welche Realität habt Ihr im Redaktionsalltag angetroffen?

Santschi: Früher haben die sda-Mitarbeitenden weitgehend passiv darauf gewartet, dass Communiqués eintrafen. Französisch- und englischsprachige Meldungen der APF und von Reuters mussten noch übersetzt werden. Das Tempo war eher gemächlich. Die verlängerte Mittagspause war ebenso normal wie die 32-Stunden-Woche bei einem 100-Prozent-Pensum. Das alles...
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