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«Michels Tod hat mich betroffen gemacht», sagte der Genfer Regisseur Pierre Morath dem Reporter, der ihn für die Sommerserie «Dokufilm Schweiz» des Schweizer Feuilleton-Dienstes (SFD) porträtierte. Moraths Film «Chronique d’une mort oubliée» (2012) erzählt die traurige Geschichte eines Mannes, der in einer Genfer Sozialwohnung gestorben war und erst 28 Monate später entdeckt wurde. Wie alle Texte des SFD ging auch Moraths Porträt über das Netz der sda an die Deutschschweizer Medien. Zusammen mit den anderen 13 Texten der Sommerserie wurde es zudem in einem – so die NZZ am Sonntag – «lebendig geschriebenen, kleinen, aber feinen Buch» publiziert. Es ist das fünfte, das der SFD beim Limmat Verlag herausgegeben hat.
Die breite Streuung seiner Texte ist möglich geworden, weil der Verein SFD seit 1993 mit der sda kooperiert. Seither verfügt er als Mitglied der sda-Kulturredaktion über einen Arbeitsplatz – ausgestattet mit einem 50-Prozent-Pensum – in Zürich. Finanziell getragen wird der SFD von Subventionen des Bundes, zudem von Beiträgen von Kantonen und Gemeinden. Wie diese Gelder – insgesamt 200‘000 Franken pro Jahr – verwendet werden, ist im Kooperationsvertrag mit der sda geregelt.
Gegründet wurde der SFD um die Jahreswende 1939/40 vom Zürcher Schriftsteller und Journalisten Hans Rudolf Schmid, einer der Leitfiguren der Geistigen Landesverteidigung. Die zentrale Aufgabe des SFD war es, «Zeitungen und Zeitschriften mit wertvollem... |